Der FCK holt den Pokal - Folge 2

Shownotes

Bis heute ist der 1. FC Kaiserslautern der einzige Bundesliga-Absteiger, der den DFB-Pokal gewinnen konnte. Eine Woche nach dem 34. Spieltag 1995/96 sorgt Martin Wagner mit einem Freistoßtor für den Sieg im Pokalfinale in Berlin. Gegner damals: der Karlsruher SC. Wagner schießt nicht nur Dirk Schuster in der Mauer den Ball durch die Beine, sondern auch Torhüter Claus Reitmaier. Die beiden FCK-Spieler von damals, Wagner und der heutige Geschäftsführer Thomas Hengen, erinnern sich mit Schuster im RHEINPFALZ-Podcast "Lautre" an das Endspiel und an die Stimmung vor und nach der Partie. In der Mini-Serie "30 Jahre Absteiger-Pokalsieger, FCK" blicken die RHEINPFALZ-Redakteure Victoria Fuchs und Julian Laber auf die Saison 1995/96 des FCK zurück. Denn die Roten Teufel sind nicht nur aus der Bundesliga abgestiegen, sondern haben eine Woche später auch noch den DFB-Pokal gewonnen. Bis heute einmalig in Deutschland.

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00:00:01: Durch den Freistoß, dann den Instant-Gabe in der vierzigsten Minute war mir natürlich klar und das kann ich jetzt hier erzählen.

00:00:12: Habe ich ja auch schon oft genug gemacht.

00:00:15: Du hast halt einfach in dem Moment die Eingabe und die hatte ich durch den Ball rein.

00:00:25: Absteiger Pokalsieger Aufsteiger Meister.

00:00:29: Trotz des Abstiegs war der letzte Teil der Neunzigerjahre sehr erfolgreich für den FCK, eine Meisterschaft und ein Pokalsieg.

00:00:36: Dreizig Jahre ist es jetzt her, dass der FCK erstmals aus der Bundesliga abgestiegen ist.

00:00:42: Und dann hat der Klub als bis heute einzige Absteiger den DFB-Pokal gewonnen – unglaublich!

00:00:48: Höchste Zeit mal zurückzuschauen?

00:00:50: Wie war das damals?

00:00:52: Das machen wir, Victoria Fuchs...

00:00:54: ...und Julian Laber.

00:00:56: Wir sind Redakteure bei der Reimfalz und das hier ist die zweite Folge von dreißig Jahre Absteiger Pokalsieger FCK.

00:01:02: Wenn ihr die erste Folge noch nicht gehört habt, fangt am besten da an!

00:01:18: Wir haben den FCK in der Abstiegssaison Ninzeinfünfeinundneunzig sechs Neunzig begleitet und jetzt steht der Klub im Pokalfinale.

00:01:26: Gegner es ausgerechnet der Karlsruher SC damals wie heute der Rival vom anderen Rheinufer.

00:01:33: Nach dem sportlichen Fiasco folgt nun also im Berliner Olympiastadion.

00:01:36: nochmal ein richtiges Highlight

00:01:39: Stelle ich mir irgendwie auch ein bisschen komisch vor, so von der Stimmung her.

00:01:42: Ich mein erst erlebst du sportlich eine richtige Niederlage und jetzt kannst du noch einen Titel gewinnen?

00:01:47: Wie das wohl für die Spieler war!

00:01:48: Genau das haben wir Thomas Heng und Martin Wagner gefragt.

00:01:53: Ja, die Atmosphäre in Berlin ist immer sehr speziell.

00:01:56: Wir durften sie jetzt auch vor kurzer Zeit nochmal selber miterleben.

00:02:00: dieses Flair einfach vom deutschen Wembley die Atmosphäre, das Drumherum.

00:02:07: Die Einnahme der Stadt durch unsere Fans und das ist einfach sehr speziell.

00:02:14: toll wenn man in Berlin auflaufen dürfen im Pokalfinale.

00:02:21: Wir hatten auch noch Fritz Walter Wetter da kam dann alles.

00:02:23: dazu hat wirklich alles gepasst.

00:02:24: trotz der Rotenkarte haben wir das über die Zählinie gebracht von Andi Bremer damals.

00:02:29: Es gibt nichts Schöneres, ein Titel zu gewinnen und dann mit den Fans und mit allen Beteiligten das dann auch zu feiern.

00:02:37: Ja

00:02:38: also mit dem Gedanken dass du einen Titel holen kannst den du vielleicht nur in diesem Moment gewinnen kannst weil Pokalfinale war ja Jahre immer die Domäne der Bayern dann Dortmund hat oft im Pokalfinal gestanden.

00:02:54: ich bin immer der Meinung wenn du im Finale stehst musst du das auch gewinnen weil es kann vielleicht nur das einzige Mal zu sein, wo du da bist.

00:03:01: Und genau so hat die Mannschaft auch gespielt und wir wussten im Endeffekt, dass es eine große Chance ist.

00:03:10: Wir wussten auch letztendlich, sagen wir mal, mit den Einnahmen des Pokalsiegs wirtschaftliches weitergeht weil es war ja auf der Kippe, weil Zweite Liga, Erste Liga ... Da ist ein großer Unterschied was das Finanzielle betrifft und das war natürlich auch wichtig.

00:03:25: wenn wir dem Pokal gewinnen ... wir die Mannschaft eventuell zusammenhalten können.

00:03:30: Von dem her bist du dann in der Kabine

00:03:32: und

00:03:33: jeder bereitet sich davor, ... ... und Pokal-Endspiele ist etwas ganz besonders.

00:03:40: Es hat auch eine große Aura mit Musik, ... Kindern die einlaufen mit der Stimmung im Stadion, wo im Endeffekt die Hälfte des Stadions blau war und die andere war rot.

00:03:59: Und wenn du da einläufst ja dann kriegt man schon bisschen Gänsehaut.

00:04:03: Ja und letztendlich sag mal du hast eine unglaubliche Vorfreude und bist natürlich dann im Tunnel klar.

00:04:08: aber es war dann wirklich auch so dass wir an dem Tag für die ganze Region gespielt haben.

00:04:19: Der Hälfte im Rücken, klar.

00:04:20: Im Stadion.

00:04:21: aber wir wussten ganz genau letztendlich mal dass wir liefern müssen und es war auch klar bei dem Wetter das ist ein Kampfspiel wert.

00:04:30: ich glaube das war auch gut wenn's trocken gewesen wäre.

00:04:33: eine weiß ich nicht genau ob wir dann das Spiel gewonnen haben das weiß ich net aber es kam auch an dem tag alles zusammen.

00:04:42: was eigentlich ausschlaggebend war für mich persönlich war einfach dass wir

00:04:52: auch mit

00:04:52: Wut gespielt haben, mit Wode und dieser Wiedergutmachung

00:04:57: im Gepäck.

00:04:58: Und natürlich sage ich mal, glaube ich habe sogar verdient

00:05:04: gewonnen.

00:05:06: Du warst doch für die Rheinfahrts auch schonmal bei einem Pokalfinale dabei?

00:05:09: Wie war das damals für dich?

00:05:10: Genau!

00:05:11: Das ist der FC K bis jetzt letzte Mal im Pokalfinal als Zweitlegerist.

00:05:16: Ja, das war eigentlich wie eine Klassenfahrt so ein bisschen... Wetter ist gut Ende Mai, es ist warm in Berlin.

00:05:22: Die Saison ist rum, das heißt du weißt wo die sportliche Lage ist oder wie die sportliche Lage ist ob du abgestiegen bist und nicht abgestigen bist.

00:05:29: Das heißt du bist ein bisschen befreit von den Sorgen des Alltags und kannst halt feiern!

00:05:34: Vierundzwanzig da war der FCK ja knapp dem Abstieg in die Tritt-Klassigkeit entronnen und dann haben die Fans auf dem Breitschaltplatz in Berlin alles raus gelassen und es war einfach ein riesiges Partywochen.

00:05:44: Ich weiß auch noch, ich saß selber vom Fernseh.

00:05:47: Ich bin normalerweise gar nicht so der Fußballtyp aber ich war so gepackt von dem was ich von euch mitbekommen habe und so.

00:05:54: Ich saß vor diesem Fernseher und war so bitte bitte bitte es muss klappen!

00:05:58: Und hab's so mitgefiebert.

00:05:59: das ist mir bis heute noch eine Erinnerung.

00:06:02: Ja ich denke auch gerne in dieses Wochenende zurück.

00:06:04: Es war mein erstes großes Event für den Sport hier bei der Rheinpfalz und dann direkt das Pokalfinale.

00:06:09: also das war schon ne echte Hausnummer.

00:06:11: Nicht die klasse Koryo zu vergessen die danach sehr durch die Medien ging.

00:06:16: Ja, dies auf jeden Fall auch noch immer.

00:06:18: wieder mal sehe ich die noch auf Bildern oder so.

00:06:21: Da denke ich gerne dran zurück.

00:06:23: Kommen wir zurück zu nineteenhundertsechsenneunzig.

00:06:25: Horst Konzock war ja viel jahrelang der FCK-Reporter dareinfalls und er erklärt uns im Gespräch die Ausgangslage vor dem Spiel weil wir beide waren ja noch gar nicht geboren.

00:06:35: Der KSZ war verfrustriert einfach aufgrund der mentalen Situation Und der KSC war Titel hungrig und war ja auch im Aufwind mit Winnie Schäfer.

00:06:47: Der KSC ist absolut der erklärte Favorit für dieses Spiel.

00:06:50: Hat man denn beim FCK den Pokalsi geglaubt?

00:06:53: Kaum, es waren

00:06:56: so

00:06:57: Edelfans, Treuefans wie Kurt Beck, die haben das schon ein bisschen beschworen, jetzt erst recht diese Trotzreaktion... als die Mannschaft das dann gewuppt hat.

00:07:08: und dann gab es ja den Kaiserslautern auch einen Riesen-Spontanempfang.

00:07:13: Da war nichts organisiert, weil damit niemand gerechnet hat, dass das passiert.

00:07:16: Und das war schon eine geile Feier wie man so schön sagt!

00:07:20: Wie ist denn aber die Mannchaft auf den Platz gegangen?

00:07:24: bei diesem Spiel.

00:07:25: Wenn man aus so einer Herben Enttäuschung kommt, spürt das der wahrscheinlich auch, dass da Fans sind die enttäuscht sind.

00:07:30: und wie geht man dann bei so einem Spiel auf dem Platz?

00:07:33: Freitagsabend war ja dann Abschlusstraining im Olympiastadio.

00:07:36: Wir trainieren beide Mannschaften und da war erkennbar beim FC K bei den Spielern eine Körpersprache und natürlich ... dass diese Spieler jetzt wie Pavel Kukka oder Katelster war ein großer Wille.

00:07:52: Wir wollen ... wieder gut machen, kann man es ja nicht.

00:07:56: Aber es gab ja auch Signale.

00:07:58: Martin Wagen hat als Erster einen Vertrag für die zweite Liga unterschrieben und dann gab's so den Signal wirken.

00:08:04: Andreas Brehme der eigentlich seine Karriere beenden wollte sagte dann ne so trete ich nicht ab ich spiele noch mal ich spiele weiter

00:08:10: und

00:08:11: dann war klar Es wird.

00:08:12: von den Spielern die er vereinen wollte wird niemand den Verein verlassen kein Kuka keinen.

00:08:16: Marshall Kuge hatte Angebote von Ajax Amsterdam damals im europäischen Fußball eine richtig große Nummer.

00:08:22: Marshall war begehrt worden, man wusste ja kann Tore machen.

00:08:26: die

00:08:27: Spieler wie Axel Rose und die haben ja sowieso sehr treu zum Verein gestanden es war dann schon dieser.

00:08:32: die Mannschaft ist dann so richtig zusammengeschweiß gewesen und sie wollten sie wollten sich rehabilitieren obwohl Sie wussten das dauert mindestens ein Jahr bis du rehabilitiert bist.

00:08:44: Viele, die aus der klassischen Feldseine Mannschaft haben sich regelrecht geschäbt durch die Stadt zu gehen.

00:08:49: Sein Guckmutter ist einer von den Absteigern!

00:08:52: Jetzt haben wir aber genug um den heißen Brei rum geredet.

00:08:54: was war es denn nun für ein Spiel?

00:08:56: Muss ich schon sagen wenn ich das alles noch so auf die Reihe kriege was damals im Spiel los war?

00:09:03: die hatten auch nicht viel Chancen.

00:09:04: KSZ ernte glaube ich.

00:09:06: Der zweiten Halbzeit.

00:09:07: Tana hat einen Freistoß, aber der war ja aus dreißig Metern.

00:09:10: Und in den ersten halbzeiten Adrian Knubb, der hat den Harry Koch mal abgeschossen – das wäre sehr gefährlich geworden.

00:09:15: Aber ansonsten haben wir die besseren Chancen auch gehabt.

00:09:19: und wie gesagt durch den Freistoße dann, den Stand gab er in der vierzigsten Minute.

00:09:28: War mir natürlich klar….

00:09:30: Das kann ich jetzt hier erzählen, habe ich schon oft genug gemacht.

00:09:34: Du hast halt einfach….

00:09:36: In dem Moment die Eingabe, die hatte ich durch den Ball reinmachen.

00:09:43: Also Miro Katlecch hatte den Ball nach dem Foul an Pavel schon in der Hand und wollte schießen.

00:09:48: Und dann habe ich zu Miro gesagt, geht mir den Ball her?

00:09:50: Ich mache den rein!

00:09:52: Verlass dich

00:09:52: drauf!".

00:09:54: Und so kam es auch.

00:09:55: Martin Wagner ist mit viel Selbstvertrauen zum Freistauss angetreten.

00:10:00: Als ich den Ball von Miro in der hand hatte, habe ich ihn hingelegt.

00:10:03: Ich habe nur eine Chance, den Ball reinzuschießen.

00:10:07: Nur die Chance war größer als die für den Miro, weil der Miro hätte den Ball über die Mauer schießen müssen.

00:10:13: Das konnte er, das wusste ich ja aber die Mower stand zu nahe.

00:10:18: also es wäre schwierig geworden einen Ball von der Höhe her über dem Mauer zu kriegen.

00:10:22: Für mich war's einfacher, weil ich wusste wer hinten im Tor steht und ich wusst auch dass der Klaus wenn ich den Ball an einem Direkt Schuss da vorbei bekomme ganz ganz spät zieht.

00:10:33: Ich habe den Ball halt flach geschossen, weil es hat ja geregnet und dann wusste ich auch der Ball nimmt Fahrt auf.

00:10:38: Und wenn er ihn zu spät sieht kann er ihn nicht

00:10:39: halten.".

00:10:40: Also dann wuste ich ja dass der Klaus da seine Probleme hat mit dem ... Klaus ist immer mit den Beinen nach vorne hingefallen also in der X-Stellung.

00:10:50: Ich hatte ja ein Jahr Zeit ihnen zu studieren.

00:10:52: Er war ja ein Ja bei uns im Tor oder er war zweiter Torwart bei uns auch sehr guter Torwart.

00:10:58: aber er hatte das eine Problem und das wusste sich und ich wusste Ich muss nur an einem Direkt-Schusser vorbeikommen.

00:11:03: Das ist ja das Grandiose, dass ich dem direkt durch die Beine geschossen habe und im Klaus nachher auch noch.

00:11:09: Also war es ein doppelter Beinschuss auf zwanzig Meter.

00:11:11: Schaffen auch nicht viele Leute.

00:11:13: Sagt man doch mal einen Kasten Bier?

00:11:15: Ja, Kastenbier da hab' ich eine mehr verdient.

00:11:17: aber für mich war eigentlich das so wichtig weil ... ... ich ja vorhin einmal gesagt habe, entscheidende Akzente zu setzen.

00:11:30: Und für etwas man kann sich durch gewisse Dinge unschwerblich machen und man kann auch in dem Moment halt auch Verantwortung übernehmen.

00:11:37: Das ging mir gar nicht darum dass das ist nachher... Dass ich die entscheidenden Figur war.

00:11:42: aber ich glaube zu jedem guten Menschen Ein Spieler gehört auch ein gesunder Egoismus.

00:11:47: Und den habe ich in dem Moment für mich in Anspruch genommen.

00:11:50: und da muss er sagen, nach zehn Minuten habe ich mir eine Verletzung zugezogen.

00:11:56: Beim Zweikampf hatte ich mir die Kapsel an meinem Sprunggelenk eingerissen und das war Hölle.

00:12:05: Ich hab Höllenschmerzen gehabt und bin kurz raus und dann hat man mir so Eiswasser auf einen Knöchel drauf.

00:12:11: nur durch diesen ... Adrenalinschub, den du hast im Endspiel.

00:12:15: Du verdrängst natürlich den Schmerz und ich habe dann in der Halbzeit einen Schuh ausgezogen und war fürchterlich geschwollen und war echt brutal.

00:12:24: und der Arzt hat gemeint – Dr.

00:12:26: Franz, du musst raus!

00:12:28: Du kannst nicht weiterspielen.

00:12:30: bzw.

00:12:32: wie oft spiele ich im Pokal entspielen?

00:12:34: Ich sage mach mir eine Binde darum und natürlich spiele weiter und ich hab dann ja auch zu Ende gespielt.

00:12:40: Und jetzt kommt der entscheidende Moment, wo man diesen Abstieg eine Woche vorher, diese verlorene Energie und auch diese entzweite Mannschaft, wo sie sich wieder vereint hat.

00:12:57: Das war als Andreas Bremen vom Platz geflogen ist in der siebzigste Minute.

00:13:02: Da hat man gemerkt... Jeder rückt wieder an den anderen heran, jeder letztendlich hat kapiert.

00:13:09: wir müssen uns jetzt verteidigen was eigentlich der Gedanke ja vorher das schon sein sollen haben in dem Moment dann wirklich mehr realisiert und jeder einzelne ist dann wieder näher an den andern herangeregt.

00:13:24: Nicht daran gedacht wer das ist, sondern er wusste der hat ein rotes Trigon und ich muss für den Grad stehen.

00:13:30: Das war genau die Szene, die glaube ich mitentscheidend so schlecht wie sie war.

00:13:36: War sie für was anderes?

00:13:38: Für Thomas Hengen hat das Pokalfinale in dem Jahr entstanden, eine besondere Bedeutung.

00:13:42: Weil klar da hatte er auch den einzigen Profititel seiner kompletten Karriere gewonnen.

00:13:47: Ja das steht natürlich ganz vorne, es ist ja klar beim Arbeiten.

00:13:51: Es war noch eine andere Und

00:14:19: dementsprechend blickt er auch auf die Feiernacht im Sieg zurück.

00:14:22: Ein kleiner Hinweis an der Stelle, wir haben im Sommer mit Thomas Hengen gesprochen.

00:14:29: Kurz zuvor war auf dem Betzenberg eine Feier anlässlich des hundertundzwanzigsten Geburtstags des Vereins.

00:14:35: Ja ein Stück weit auch genug Togung dass wir nach Verkorkstesaison dann doch vielleicht ein bisschen nicht korrigieren aber ein bisschen verschönern konnten.

00:14:46: für uns war es ja Eine lange Pokalsaison, wenn man dann ein Pokal hochstellen kann.

00:14:52: Es ist einfach auch genug Tug für die lange Arbeit und so viele Titel gewinnt nicht jeder.

00:14:57: Manche Spieler gewinnen nie Titeln in ihrer Karriere deswegen.

00:15:01: Ist das schon sehr speziell?

00:15:03: Und die Nacht war sehr kurz, ist ja auch klar.

00:15:05: Das sind so Sachen wo wir mit den alten Spielern, die sich jetzt noch mal vor ein paar Tagen wieder auf dem Bett getroffen haben, schon so Sachen, wo man gerne zurückdenkt.

00:15:16: Kommen wir nochmal zurück zu Martin Wagner.

00:15:18: Wie erinnert er sich an die Stimmung nach dem Sieg?

00:15:21: Gedämpft, gedämpfter weil.

00:15:23: es müsst ihr euch also vorstellen du kannst nicht das Schlimmste was in der Vereinsgeschichte passieren kann eine Woche vorher letztendlich erleben und dich dann ausgelassen über den Pokalsieg freuen.

00:15:37: Wir waren im Esplanat in Berlin, ein sehr nobles Hotel.

00:15:43: Nach dem Spiel war auch ein italienischer Erstligist, die wollten mich nach Italien holen und da war der Präsidenter und der Manager.

00:15:51: Ich habe denen klar gesagt dass ich nicht zu ihnen komme weil ich noch eine Mission habe zu erfüllen.

00:16:03: Es war schon eine sehr emotionale Geschichte, weil ich habe mich nicht so sehr natürlich über den Pokal, den in der Hand zu halten und das war schön fertig.

00:16:14: Aber da hab' ich mich mehr für die Fans gefreut muss ich sagen.

00:16:17: Dass sie wieder Hoffnung schöpfen, dass sie letztendlich Mut schöpfe, dass Sie sehen letztendig einmal, dass der Abstieg zwar ein Jahr dauert bis man das reparieren kann aber mit dem Pokalsieg, dass wir da im Endeffekt auch was... ein Stück weit gut gemacht haben oder zurückgegeben haben, aber ich glaube das Wichtigste was wir gegeben haben war Hoffnung.

00:16:40: Wie fühlt sich denn so einen Titel als Spieler an?

00:16:43: Naja ich kann ja nur für mich reden.

00:16:44: also man fliegt jetzt nicht durch die Gegend sondern man hat ja Rückzug wieder seinen Alltag Vorbereitung bis wieder in der Mühle drin und deswegen hat man da auch keine Zeit nachzudenken.

00:16:54: Das ist für den Moment schön Aber die Saison ist ja dann auch lang gewesen, da hast du einen kurzen Rollauf und dann geht die Vorbereitung schon wieder los in der neue Saison.

00:17:02: Also von daher ist das toll!

00:17:04: Und aber dass es bei mir auch... Da bin ich sehr pragmatisch abgehakt und dann gibt's wieder voller Fokus auf die kommende

00:17:10: Saison.".

00:17:11: So Vicky wir haben jetzt viel aus Lautrassicht, aus Pokalfinale geschaut.

00:17:15: Es gibt aber auch ein KSC-Spieler von damals, der eine Verbindung zum FCK hat.

00:17:21: Dirk Schuster hat den FCK als Trainer durch die Relegation in die zweite Liga geführt.

00:17:27: Ende des Jahres wurde er dann auf dem Betzenberg entlassen.

00:17:31: Ich habe mit ihm noch einmal gesprochen, nicht wundern!

00:17:35: Ich hatte am Tag vor dem Telefonat ein Basketballspiel und das sagen wir mal so war emotional.

00:17:43: Wie häufig denken Sie denn das Pokalfinale zurück?

00:17:47: Momentan relativ wenig werden meine Zeit im Kaiserslautern.

00:17:51: als Trainer bin ich bedeutend öfter darauf angesprochen worden, auch speziell aus dem Kreis innerhalb des Vereins.

00:18:00: Speziell auch Thomas Heng, der ab und zu versucht hat immer ein bisschen eine kleine Brandbombe darzulegen weil ja die Niederlage-Touch waren für uns alle extrem weh.

00:18:11: und wenn man dann direkt immer wieder konfrontiert wird mit diesem Spiel auch mit der gesamten Situation, mit der Konstellation außen rum Wie das Spiel verloren wurde, von unserer Seite vom KLG.

00:18:25: Das war schon sehr unangenehm.

00:18:28: Wie haben Sie denn das Spiel damals erlebt?

00:18:31: Erst mal mit einer großen Vorfreude, wir haben es dort glaube ich ins Pokalfinale gespielt auch mit dem Sieg im Dortmund und richtig gute Spiele hingelegt auf den Weg nach Berlin und wollten uns dann in Berlin für den weiten Weg selber ein bisschen belohnen.

00:18:50: Die Konstellation war diese, dass der erste FCK eine Woche vorher aus der Bundesliga abgestiegen ist in Leberkusen.

00:18:56: Ich glaube ich war das, wo an die Bremen und Rudi Förder da ja für die Geschichte liefert auch dieses Szene dann im Fernsehen geliefert haben, die sehr ergreifend waren, die auch total ehrlich war.

00:19:12: Wo wir eigentlich für unsere Verhältnisse relativ optimistisch nach Berlin gefahren sind.

00:19:19: Ich kann mich noch ganz gut daran erinnern, dass es so ein bisschen der Tenno war.

00:19:24: Wir haben eine gute Runde gespielt lauter und das ist ein bisschen in der Depression, die sind abgestiegen.

00:19:30: Normalerweise wenn alles rund läuft sollten wir der Lage sein diese Pokalspiel zu gewinnen.

00:19:36: Und dann sind natürlich diese Erinnerungen voller Schaus in Berlin sehr viel Ekasruhe da mit großer Erwartungshaltung Ein langer, langer Zeit mal wieder einen Titel nach Karlsruhe holen und dann liefern wir so ein beschissenes Spiel da ab.

00:19:54: Das hat alles irgendwie zum Wetter gepasst.

00:19:57: Ich habe mich noch gut daran erinnern, war bewölkt, trägt noch nicht relativ kühl und ja, wir haben keinen beiden vor den anderen

00:20:05: gebracht.".

00:20:07: Also würden Sie das schon sagen dass die Spieler des Karls-Ruers C damals auch schon einen großen Anteil an der Niederlage auch selber hatten?

00:20:14: Sicherlich haben wir unseren Teil dazu beigetragen, jeder einzelne Spieler der auf dem Platz stand.

00:20:20: Weil in der Vorbereitung war der Tenor ein großer und ganzer und auch von der Erwartungshaltung her so, dass der K-Schädigen Pokal eigentlich gewinnen

00:20:33: muss.".

00:20:34: Genau auf die Stimmung vor dem Spiel, der hat es auch mal eingegangen.

00:20:37: Wie war das denn vor dem Spiel?

00:20:39: Wir haben jetzt alle noch viele Bilder im Kopf von den Jahr und zwanzig in Berlin als der FCK da war.

00:20:45: Da war ja die Stadt im Ausnahmezustand, Partystimmung überall.

00:20:48: Kann man sich das zum Jahr neunzehntsechsundneinzig auch so vorstellen.

00:20:51: nur dass die KSC-Fans damals diejenigen waren, die sich gefreut haben?

00:20:55: Ja, die KSS-Fan sind für eine ordentliche Stimmung gemacht aber die Lauter glaube ich dann auch nicht so... der Situation nachgestanden.

00:21:04: Wir haben das natürlich nur im Stadion dann unmittelbar mitbekommen, weil wir relativ abgeschottet am Wannsee vom Spiel da glaube ich drei Tage trainiert haben.

00:21:16: und selbst am Spieltag noch oder wenn die uns gesagt hat wer will kann sich ein bisschen bewegen, kann auch ein bisschen auf den Platz gehen was dann auch von uns wahrgenommen wurde.

00:21:30: Fünfzig Minuten, so ein bisschen sieben gegen zwei.

00:21:33: Acht gegen zwei gespielt.

00:21:35: Die ging es bei uns immer um die Ehre und ein paar D-Mark damals.

00:21:41: Wenn man aus dem Dreißig Kontakte zugelassen hat, wenn man einen Weinschuss kassiert, muss man immer unsere Kasche da einbezahlen.

00:21:48: Und das war eine relativ hohe Intensität an den Vormittag und hat auch viel Spaß gemacht.

00:21:52: Wir haben auch viel gelacht dabei!

00:21:56: Im Nachhinein betrachten wir uns noch ein paar Mal... Auch angeschaut, wir haben gesagt die Intensität und das ganze Feeling war am Vormittag.

00:22:07: innerhalb der Truppe bedeuten das schon ein Stand am Abend.

00:22:09: Wo das Pokalinspiel vor der Zürstadt oder wo wir dann im Pokal ins Spiel nicht diese Intensitet auf den Platz gebracht

00:22:17: haben.".

00:22:18: Sie haben jetzt gesagt hier in Innsicht daran dass es geregnet hat, was war das denn für einen Spiel aus Ihrer Sicht?

00:22:27: Was verdient der Sieg für den FC K?

00:22:29: Im

00:22:31: Endeffekt, wenn man die Gesamtsituationen betrachtet oder FDK herkamen.

00:22:35: Wie sie sich da verkauft haben und wie wir uns verkauften, war es ein Verdienversieg.

00:22:38: Das muss man anerkennen.

00:22:40: von Depressionen oder von Niedergeschlagenheit bei der FTK überhaupt nicht zu sehen gewesen.

00:22:45: Wir haben gefeitet gekämpft.

00:22:48: Den war kein Weg soweit!

00:22:49: Wir haben versucht dagegenzuhalten.

00:22:52: Hatten eine gewisse Euphorie auch in das Spiel mit reingebracht.

00:22:56: Ja, die wurde relativ schnell gedämmt.

00:22:58: kommen wir gar nicht so leicht, mal irgendwie uns eine Chance zu erspielen oder mal irgendeine dogefährliche Situation zu kreieren.

00:23:08: Wenn man das ganze Spiel so ein bisschen noch einmal gedanklich Revue passieren lässt nach dieser langen Zeit ne richtige Großchance in dem Spiel hatten wir glaube ich gar nicht und... Das Tor war dann eigentlich so ein Bisschen Spiegelbild der gesamten Situation des gesamten Spiels mit dem Freistoß ja der dann äh ja auch So doof geflogen ist, was es wahrscheinlich nur einmal in so einem Pokal gespielt gibt.

00:23:32: In welcher Verfassung war dann die Mannschaft damals?

00:23:34: der FC K?

00:23:35: Wir haben so gesagt, das ist abgestiegen und der KSC da war ja so wie ich es, wenn ich es recht im Sinn habe auch ein bisschen bei der Oben dabei.

00:23:40: Ja

00:23:42: wir haben glaube ich wieder um die Europapokalspiele mitgespielt gehabt.

00:23:46: Wir waren zumindest im einstelligen Bereich, was den Tabellenplatz betrifft.

00:23:51: Wir sind mit einer gesunden Euphorie auch dahin gefahren, auch im Umfeld innerhalb der Mannschaft.

00:23:57: Also die Grundstimmung war durchaus sehr positiv.

00:24:03: Wie war denn die Stimmung im Team der Karlsruhe nach der Partie, nach dem Pokalfinale?

00:24:06: Auch jetzt in den Tagen dann auch nicht nur unmittelbar.

00:24:09: Ja, die waren natürlich... Wenn man so durch sagt, ganz totale Marsch!

00:24:15: Erstmal schon nach dem Spiel.

00:24:18: Keiner wollte im Prinzip die Schlipper-Metallier da haben.

00:24:21: Das Tor was gefallen ist durch meine Beine in der Mauer Weil Klaus Reitmeier, der Freistoß und Martin Wartner auch noch mal durch die Beine, der da eingeschlagen hat.

00:24:30: Wir überhaupt gar keine Antwort mehr gewusst haben und uns auch nicht mehr irgendwie in den Verlängerungen hangeln konnten.

00:24:37: Ja das war schon eine Riesenenttäuschung!

00:24:40: Nicht nur für unsere Mannschafts sondern auch für alle, die dabei waren, für alle die den Weg nach Berlin angepräten haben, Ja, und die Quittung haben wir dann am nächsten Tag bei unserem Rathaus-Balkon in Karlsruhe bekommen.

00:24:56: Inwiefern?

00:24:59: Es wurde trotzdem die Mannschaft aufgrund der Saison auf dem Marktplatz auf den Rathaus-Balgon gebeten.

00:25:11: Da waren die Spielerfrauen auch mit dabei.

00:25:14: Der Vorstand des Präsidiums.

00:25:17: alle, die irgendwo was mit der Mannschaft zu tun hatten, waren da auf dem Balkon auf dem Marktplatz und da stand die ersten Spieler mit ihren Frauen rausgegangen.

00:25:29: Ich glaube, ein paar Tomaten und Beier geflogen.

00:25:34: Bevor wir jetzt aber zum Schluss kommen müssen wir noch eine Sache klären.

00:25:38: Martin Wagner wusste also dass er den Freistoß reinmachen wird.

00:25:42: Wusste er sowas schon mal?

00:25:44: Und dann ist er nicht reingegangen.

00:25:45: oder kann er einfach hell sehen?

00:25:47: Ne.

00:25:49: Das ist wirklich komisch... Beim Golfen zum Beispiel, ich spiele ja seit einigen Jahren Golfen.

00:25:55: Wenn ich beim Patten stehe sehe ich die Pad-Linie und dann kann ich mich umdrehen und weiße geht rein.

00:26:03: Ich habe eines meiner schönsten Freistoßtore geschossen gegen Robert Enke zuhause als er noch im Tor war, also noch gelebt hat bei Gladbach.

00:26:14: Und da war auch der Chiris Forzaver am Ball gestanden Und dann habe ich auch über den Mauer geschossen, oben einen Knick rein.

00:26:26: Es gibt wirklich so Eingebungen die hast du einfach und natürlich waren oft schwierige Bälle dabei wo ich mir da nicht ganz sicher war.

00:26:35: Wo ich gedacht könnte funktionieren aber letztendlich die die ich rein machen wollte hab ich reingemacht.

00:26:41: Ich wollte eigentlich mehr reinmachen.

00:26:43: Manchmal kam noch ein Kopf dazwischen oder man hat jemand in der Mauer noch angeschossen.

00:26:48: Aber ich glaube, ich habe in meiner Bundesliga-Karriere viele entscheidende Tore geschossen und auch viele, viele Tore vorbereitet.

00:26:59: Und deswegen könnte ich jetzt heute nicht sagen, dass ich mit meiner Karriere unzufrieden bin oder ich habe zu wenig Tore geschlossen.

00:27:06: Ich glaube das war schon ausreichend genug!

00:27:10: Dieser Freistoß, der ist übrigens den FCK-Fans in sehr guter Erinnerung geblieben.

00:27:14: Klar das einzige Tor im Pokalfinal hat ein Titel beschert.

00:27:17: und jetzt in dieser Saison, die jetzt abgelaufen ist gerade wenn ihr es hört beim drei zu null über den KSC auf dem Betzenberg da haben die Fans nochmal eine Choreografie gemacht wo auch sich ein paar Parts bewegt haben indem sie an genau diesen Freistoße gegen den Ksc erinnern.

00:27:32: Der FCK hat es also geschafft und war Pokalsieger aber ab der nächsten Saison muss der Verein in der zweiten Liga ran.

00:27:39: Um die Folgen davon geht es in der dritten und auch letzten Episode.

00:27:43: Die nächste Folge dieser Miniserie hört ihr kommende Woche!

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