Die Roten Teufel am Abgrund - Folge 1

Shownotes

Der 18. Mai 1996 ist ein schwarzer Tag in den Geschichtsbüchern des 1. FC Kaiserslautern. Nach einem 1:1 gegen Bayer Leverkusen steigen die Roten Teufel erstmals in ihrer Klubgeschichte in die Zweite Fußball-Bundesliga ab. Fans, Spieler und Verantwortliche sind am Boden zerstört. Wie konnte das passieren. Unter anderem die beiden Ex-Profis Martin Wagner und Thomas Hengen erinnern sich im RHEINPFALZ-Podcast "Lautre" an den Abstieg. In der Mini-Serie "30 Jahre Absteiger-Pokalsieger, FCK" blicken die RHEINPFALZ-Redakteure Victoria Fuchs und Julian Laber auf die Saison 1995/96 des FCK zurück. Denn die Roten Teufel sind nicht nur aus der Bundesliga abgestiegen, sondern haben eine Woche später auch noch den DFB-Pokal gewonnen. Bis heute einmalig in Deutschland.

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00:00:06:

00:00:07: in Leverkusen.

00:00:08: Es war ein sehr emotionaler Tag und eine sehr, sehr schwierige Situation auch fürs Umfeld für den Verein, für die Spieler, für alle Beteiligten – in einer Situation wo du ja noch nie warst oder nie damit gerechnet

00:00:22: hattest.".

00:00:25: Absteiger, Pokalsieger, Aufsteiger Meister.

00:00:29: Trotz des Abstiegs war der letzte Teil der Neunzigerjahre sehr erfolgreich für den FC K. Eine Meisterschaft?

00:00:35: Und ein Pokalsieg.

00:00:36: Dreizig Jahre ist es jetzt her, dass der FCK erstmals aus der Bundesliga abgestiegen ist und dann hat der Klub als bis heute einzige Absteiger den DFB-Pokal gewonnen.

00:00:46: Unglaublich!

00:00:48: Höchste Zeit mal zurückzuschauen – wie war das damals?

00:00:51: Das machen wir, Viktoria Fuchs...

00:00:53: ...und Julian Laba.

00:00:55: Wir sind Redakteure bei der Reihenfalz und das hier ist die erste Folge von dreißigjahre Absteigepokalsieger FCK.

00:01:17: Sag mal Wicky Was hast denn du in dem Jahr neunzehntzeixendneunzig so gemacht?

00:01:20: Also ich glaube, da war ich weder geplant.

00:01:23: Auf jeden Fall nicht geboren!

00:01:24: Ich bin erst zwei Jahre später auf die Welt gekommen also da muss ich passen.

00:01:28: Ja so lange hat es für mich nicht mehr gedauert bei mir jetzt nur ein bisschen mehr als einen Jahr aber auch ich war sechs neunzig noch nicht da.

00:01:36: Als eben der FCK das erste Mal eine zweite Liga musste und den Pokal gewonnen hat.

00:01:41: wir haben daher mit Leuten gesprochen, die tatsächlich da waren und die das erlebt haben Und einer davon, das ist der Horst Konzok.

00:01:48: Der war viele Jahre lang Chef im Sportressort der Rheimfalz und FCK-Reporter.

00:01:53: Vom ersten Januar, aus dem Jahr fourhundneinzig bis zum fünften Januar zwanzigzwanzig, sechsundzwanziger Jahre knapp!

00:02:02: In dieser Zeit.

00:02:03: was war das denkwürdigste Spiel, dass Sie hier gesehen haben?

00:02:06: Wenn ich jetzt sage, das Spiel auf den Betten, was fällt Ihnen da als Erster sein?

00:02:10: Das Aussehen damaligen... Europa Pokal der Landesmeister gegen FC Barcelona nach einem grandiosen Fußballspiel.

00:02:18: FC K auch quasi mit einem Bein weiter und dann in der Nachspielzeit hat ein Barcelona noch das eins zu drei gemacht, dadurch war es kaiseslautend ausgestiegen.

00:02:26: damals zählten Auswärtsdürre noch doppelt.

00:02:28: Am Anfang der Folge hat der heutige FCK-Geschäftsführer Thomas Heng auf den ersten Abstieg der Vereinsgeschichte zurückgeblickt.

00:02:34: Er war damals dabei.

00:02:36: Wie kam es überhaupt dazu?

00:02:38: Darum soll es in dieser ersten Folge gehen.

00:02:40: Aber fangen wir mal weiter vorne an, weil der FC K ist ja ein bisschen älter als neunzig.

00:02:44: Horst Konsock fasst uns die Geschichte seit der Ära des legendären Fritz Walther, der auch mit der Nationalmannschaft Weltmeister wurde, in den Fünfzigerjahren zusammen.

00:02:55: Der FC K hatte nach der großen Fritz-Walter-Ära erst einmal darum gekämpft sich für die Fußballbundesliga-Dreien sechtig zu qualifizieren und das ist gelungen!

00:03:04: Dann ist er in diese Bundesliga gestartet mit dem klaren Ziel nicht abzusteigen... Die Liga hatte damals sechzehn Mannschaften.

00:03:13: Kaiserslautern hatte sich immer wieder durchgemogelt, muss man schon sagen und hat dann mit dem Jula Loran als Trainer ein Unger, der himselfian-fünfzig in den WM-Finale von Bern für Ungern gegen Deutschland spielte.

00:03:26: Der wurde durch seine lautere Freunde Fritz Walther und werden er lieblich nach Lautern geloht.

00:03:30: Und dann hat man unter Jula Laurent einen sogenannten harten Hund den sensationell sixth und sächsisch, siebenzig in fünften Tabellenplatz belegt.

00:03:37: Das war unglaublich, Kaiserslautern hat sich dann so langsam nach oben gearbeitet.

00:03:42: auch unter Tränern wie Dietrich Weise und Erich Rebek begann.

00:03:46: ein bisschen außer Kampf gab es noch Fußball.

00:03:48: vorher gab's so einen Slogan wenn die Gegner zum Betze kamen beim Warmachen oder vor dem Kabineingang wurde dann schon mal gesagt bei uns gibt's nur glatte Berüche.

00:03:59: Das war so ein bisschen die Einschüsstokos-Methode.

00:04:01: Oder einer von Bayern München fragt, wo ist eigentlich Dietmar Schwager?

00:04:04: Da hat dann einer gesagt der übt da hinten an der Eisenstange Kopfbälle.

00:04:09: und also der Betze war gefürchtet weil die Spieler dieser Zeit ob jetzt Uwe Klimascheski Otto Rehagel, Otto Geisert, Dietmar Schwager das waren harte Hunde, das waren Eisenfüße.

00:04:21: Und heute wird es noch mehr Platzverweise geben als es damals schon gab Kaiserslaunenwart Spitzenreiter auch vor Anführungen der roten Karte an Platz zu reisen.

00:04:32: In der Walter-Ära kräumte sich der FCK zweimal zum deutschen Meister, einfünfzig und dreienfünftig.

00:04:38: Als Gründungsmitglied in der Bundesliga spielte der Fck in sechziger Jahren gegen den Abstieg.

00:04:42: Doch dazu kommt es gar nicht!

00:04:44: In dem weiteren Jahrzehnten spielten die FCK immer mal wieder im Europapokal.

00:04:48: In den Neunzigern sollten dann weitere Titel folgen...

00:04:51: Der FCK hat ihn auf den Aperlebt, er war ein neunzehnhundert im Abstiegskampf fast abgestiegen, dann null zu vier Niederlage am Feb.

00:05:00: und das hat in Mannheim am Alsenweg gegen Waldhoff-Mannheim.

00:05:04: Waldhoffe auf dem Weg in den UEFA-Pokal, Kaiserslautern fast ab gestiegen.

00:05:08: Dann kam Kali Feldkamp aus Ägypten zurück übernimmt die Mannschaft rettet die Mannenschaft.

00:05:12: Waldhof steigt ab!

00:05:14: Der FCK gewinnt den Pokal durch ein grandioses Pokalfinal dagegen die favorisierten Bremer in Berlin.

00:05:21: Ein Jahr später wird der FCK deutscher Meister sensationell Das meisterstück mit einer Mannschaft, die getragen war von Teamgeist mit Stefan Kunz als Kapitän.

00:05:33: Die Mannschaft blieb vorne dran und fiel zum Meister dann in der Vierneutig-Fünfe-Ninzig-Vierter-Platze.

00:05:38: Danach hat er den FCK verlassen und ist so beschickt, dass Istanbul gewechselt.

00:05:43: Kaiserslautern ist ja als Mitfavoriter auf einen der vorderen fünf, sechs Plätze in die Saison gestartet und es ging nichts mehr.

00:05:51: Die Manche hat kaum gewonnen Ja, und man hat gesagt ja wir haben ja die Qualität und irgendwann.

00:05:58: Und dann hat man vergessen dass es die drei Punkte Regelungen erstmals gab und die hatte im FCK am Ende das Kineck gebrochen.

00:06:04: Stopp!

00:06:04: Das müssen wir jetzt mal erklären.

00:06:05: was ist die drei punkte Regel überhaupt?

00:06:07: Das Unentschieden war nichts mehr wert.

00:06:09: vorher waren unentschiedene ein Punkt und für den Sieg gab's zwei.

00:06:11: Jetzt gabs drei Punkte für einen Sieg und ein Punkt für einen Unentschieden.

00:06:14: Das heißt wenn du unentschieden spielst hast du einen Punkt aber du hast auch zwei verloren.

00:06:18: Für den FCK war es die Crux.

00:06:20: der hat in dieser Saison.

00:06:27: Er hat nur zehn Mal verloren, genauso wenig wie der deutsche Vizemeister bei München.

00:06:32: Aber er hat auch nur sechs mal gewonnen.

00:06:34: Sechs Siege in vier und dreißig Spielen.

00:06:36: verdammt wenig – das war der Abstieg.

00:06:38: Bei einer zwei-Punkte-Regelung wäre der FC K nicht abgestiegen, sondern der FC Sankt

00:06:41: Pauli.".

00:06:44: Auch wenn es dem einen oder anderen Wehtun mag, gehen wir rein in die Saison.

00:06:49: Wir haben mit zwei Spielern von damals gesprochen.

00:06:51: Fangen wir mit den Ersten der beiden an!

00:06:53: Mein Name ist Martin Wagner und ich bin ehemaliger Bundesligaspieler.

00:06:57: Ich habe meine Karriere in Nürnberg begonnen – von der Vierzehnzehnte bis zur Viersehnzehnzene.

00:07:03: Ich bin dann zum ersten FC Kaiserslautern im Jahr Zweiundneinzig gewechselt.

00:07:09: Wundervolle Jahre verbracht bis zum Jahr zweitausend und bin dann danach ein Jahr noch nach Wolfsburg oder anderthalb Jahre.

00:07:18: Und danach musste ich leider verletzungsbedingt meine Karriere beenden, und bin bis zum heutigen Tag glühender Fan vom ersten FC Kaiserslauter und werde so immer bleiben.

00:07:27: Immer sein!

00:07:29: Wir haben ihn nah seiner Heimat Offenburg besucht.

00:07:32: auch er erinnert sich schmerzlich an den Abgang des damaligen Leistungsträgers und Kapitän Stefan Kunz nach der Vor-Saison.

00:07:39: Horst Konzok hatte das ja schon angesprochen.

00:07:41: Ja, ich meine wenn ein so wichtiger Spieler geht dann sollte man einig oder muss man die Verantwortung auf mehreren Schultern verteilen.

00:07:49: nur du kannst zwar zu jemandem sagen oder bestimmen dass er Kapitän ist aber letztendlich sage mal allein sein Verhalten entscheidet darüber ob eine Mannschaft führen kann oder nicht.

00:07:58: und jetzt sind immer die Verantwortung oder die Bürde letztendlings einmal oder das Loch was der Stefan hinterlassen hat.

00:08:03: das konnten wir nicht schließen.

00:08:05: Trotzdem war der FCK kein Abstiegskandidat, erinnert sich der damalige Abwehrspieler Thomas Hengen.

00:08:10: Wir waren wie in den Jahren zuvor eigentlich immer so Richtung UEFA Cup eingestuft worden.

00:08:16: was wir auch in den beiden Jahren zuvore gespielt hatten das war die Zielausrichtung sich so noch im Kopf hatte

00:08:24: Und dann hat es einen FCK-Alarm aber doch erwischt.

00:08:27: Ja als es dann passiert ist waren sie ja situiert Sie haben ja international gespielt Und hatten eine Mannschaft, die eigentlich in der Selbstvernehmung auch nicht zum Abstieg geboren war.

00:08:36: Und es ist ja auch so mit fast alle diese Spieler, die abgestiegen sind, dann zwei Jahre später deutscher Meister geworden.

00:08:44: Diese Gruppe Reinke, Karik Hoch, Axel Rose, Martin Wagner, Perfekt Kuka, Olaf Marschall – das sind ja die, die meiste wurden einfach nur verstärkt durch Ratinho Buk und Isto von Balak!

00:08:56: Jetzt müssen wir vielleicht aber auch mal die Frage beantworten, wer waren denn damals die wichtigsten Akteure und Spieler beim FC K?

00:09:02: Ja,

00:09:03: Kopf der Mannschaft war Andreas Brehme.

00:09:06: Natürlich ins Alter gekommen war, der Weltmeister von.

00:09:10: Er hat dann sehr enges Verhältnis zum Trainer rausgepflegt und umgestellt.

00:09:15: hat Bremen weil man gemerkt hat Bremer ist so langsam geworden wurde dann in die Abwehr wird jetzt in die liebe in die Libere Rolle geschoben.

00:09:23: das war eigentlich kathletisch gesetzt.

00:09:25: Der nahm die Rolle als Vorstauber oder defensiver Mittelferspieler Ungarn an war auch nicht seine ideale Position.

00:09:31: damit gab es dann schon weitere Unruhe in der Mannschaft.

00:09:34: Olaf Marschler hatte Verletzungs Probleme.

00:09:36: Dadurch konnte er seine eigentliche Klasse nicht ausspielen, was er ja dann eindrucksvoll dem Meister gemacht hat.

00:09:41: Kuka hatte oft Ladehämmungen.

00:09:43: Es passte so recht nix zusammen und es wurde auch deutlich dass die Personalpolitik von Rainer Geier der jahrelang als Schnäppchenjäger gefeiert worden ist, nicht mehr aufging.

00:09:54: Es lag daran Alkoholprobleme wurden offenkundig und öffentlich.

00:09:59: Raina Geier hatte ein Transfer regelrecht verschlafen von Krassimir Balakoff, der eigentlich als Spielmacher nach lauter wechseln sollte.

00:10:05: Bei den Vertragsverhandlungen gibt es Zeugen, die sagen das Rainer Geier eingeschlafen ist.

00:10:10: Daraufhin hatte sich Ballakoff entschieden nach Stuttgart zu gehen.

00:10:13: so blieb die Rolle die Di Reacos Forza ausgefüllt hat.

00:10:16: Er war kannt der war nicht mehr da.

00:10:18: und dass diese Lücke bliebe.

00:10:21: und die Spielgestaltung des Offensivspieles kreatives Spiel liegt Not und das ist auch wahrschahlich einer der Gründe warum der FC K in vierunddreißig Spielen lediglich einund dreißig Tore schoss.

00:10:32: Was ist ein Libero überhaupt?

00:10:34: Ich glaube, das müssen wir hier auch noch mal kurz erklären.

00:10:37: Ja der Libero, den gibt's heute so gar nicht mehr!

00:10:39: Das war damals eine Position im Fußball... Du hast ja so ne Abwehrkette und dahinter gab es oft einen Mann, der keinen Gegenspieler verteidigen musste, dass er ein bisschen Freiräume hatte.

00:10:48: Der war dafür da, Bälle abzufangen aber auch Konter einzuleiten.

00:10:51: Der wichtigste wahrscheinlich der Geschichte ist Franz Beckenbauer.

00:10:54: Und das ist so ein Name, denn hat glaub ich in Deutschland jeder schon einmal

00:10:56: gehört.

00:10:58: Thomas Heng, der damals Abwehrspieler war und heute übrigens Geschäftsführer auf dem FCK ist.

00:11:03: Der fasst uns mal die Saison zusammen so im Wesentlichen.

00:11:05: Es war

00:11:05: alles sehr speziell in der Saison.

00:11:08: Der Platz war richtig schlecht zu Hause also es war irgendwie ein... weiß ich mehr was das waren?

00:11:13: Pedals oder irgendwas anderes.

00:11:14: Also war er sehr in einem schwierigen Zustand wenn wir heute von der DFL auch nicht mehr abgenommen bekommen.

00:11:22: Zusätzlich war die drei Punkteregel neu eingeführt.

00:11:24: mit einer zwei Punkteregel hätten wir locker in der Liga bleiben können.

00:11:29: Aber es war eine andere Situation und Plus-Unterschätzung, ich glaube die Situation der sportlichen Führung damals ... Ich glaube der Paarwell Kuka hatte damals auch ein bisschen Ladehämmer nicht mehr so getroffen wie die Jahre zuvor Und dann hast du nicht mehr die Torjäger auf dem Platz gehabt, die das so wettgemacht hatten.

00:11:50: Es waren zu Marium viele verschiedene Punkte, die da zusammengekommen sind.

00:11:55: Hast du viele Spiele?

00:11:56: Kannst du jedes einzelne Spiel rausnehmen?

00:11:58: Hättest du hier und hättest es da?

00:12:00: Und wie das halt so ist, dann kommt's zum Finale!

00:12:03: Und auch da hättetest du, könntest du ... kannst du zwei Null machen, musst du zwei null machen, kriegst einen kurz Verschluss durch den Fehler.

00:12:09: Auch durch ein Einwurf der Fairplay von uns rausgespielt wurde, dabei nicht mehr zurückgeworfen worden.

00:12:14: Aber hätte wenn und aber, das sind ja alles so Sachen.

00:12:17: Das ist mittlerweile dann auch Geschichte

00:12:19: geworden.".

00:12:20: Martin Wagner erinnert sich in unseren Gesprächen an die vielen Unentschieden, die es gab.

00:12:24: Ja, in dem Jahr glaube ich siebzehn unentschieden und das war eindeutig zu viel und wir hatten immer von Spiel zu Spiel hieß es dann immer ja nächstes Spiel, nächste Spiel, nächsten Spiel.

00:12:35: und ich bin halt immer der Meinung letztendlich sagen wir zuerst was du tun musst ist die Spiele zu gewinnen, weil wenn es drei Punkte gibt, da brauchst du für drei Punkte.

00:12:46: Brauchste drei unentschiedene.

00:12:47: Das haben wir leider zu viele geholt.

00:12:50: Wir haben auch zu viele Chancen liegen gelassen in dem Jahr und da kam natürlich so mal viele Details zusammen.

00:12:58: Und ich glaube letztendlich – das habe ich ja im Eingang auch schon gesagt – haben wir als Mannschaft nicht geschafft unser Potenzial.

00:13:07: was er da war ist abzurufen

00:13:10: Ja, ja die Unentschieden.

00:13:11: Das hat auch Horst Konzog noch im Kopf von damals.

00:13:14: Vorgabe des damaligen managers Rainer Geier war ein internationalen Platz zu erreichen.

00:13:20: Es war schnell erkennbar.

00:13:22: es wird schwierig.

00:13:23: Die Mannschaft hat immer wieder maximal unentschieden gespielt.

00:13:27: erste Kritik am Trainerkram auf und Friedl Rausch sehr beliebter Mann Schamant netter Plauter feiner Charakter.

00:13:35: dann hat man Im Abstiegskampf im Dezember.

00:13:38: Brasiliana gekauft, Arilssonn der wurde sozusagen als vom Video weggekauft am Ball sensationell aber der wusste gar nicht wo Deutschland ist.

00:13:47: da kam dann mit einem Berater den nur ein weißes Hemd an hatte aber das wusste hier damals acht neun Grad minus Temperaturen waren.

00:13:53: Der Brasilianer saß zum ersten mal.

00:13:55: Schnee sprach kein Wort Deutsch.

00:13:56: ja trotzdem hat man ein wichtiges Spiel das letzte Hinrundenspiel eins zu Null gegen Leverkusen gewonnen.

00:14:01: Torschütze Jürgen Rische.

00:14:03: Damit war der Trainerstuhl noch mal gerettet.

00:14:05: Man hat sich dann in die Winterpause gehangelt.

00:14:08: und ja vorher gab es immer so die Thesen von Friedel Rausch, wir haben jetzt zwei Heimspiele gegen Sechzig München und Freiburg.

00:14:15: Da holen wir sechs Punkte.

00:14:16: Die Hochrichtung war gut aber es wurden nur zwei Unentschieden also zwei Punkte.

00:14:20: Und dann ist man im Pokal weitergekommen.

00:14:25: Ja das hat den Trainer wiedergerettet.

00:14:28: Dann gab's ein Spiel Im März.

00:14:32: in Stuttgart hat der FCK-Präsident Norbert Tienes feiner Mensch sozial sehr engagiert gedacht.

00:14:38: Er sitzt an Zeichen, indem er den Vertrag mit Friedl Rausch verlängert.

00:14:41: Das wurde um zwei Jahre.

00:14:43: Es sollte ein Signal in die Mannschaft sein.

00:14:45: Friedl Rausch war in der Mannschaft nicht unbeliebt aber der Glauber an den Trainer war verloren gegangen.

00:14:51: Der konnte sagen und machen was er wollte.

00:14:52: es hat nicht gereicht.

00:14:53: man hat immer wieder unentschieden gespielt wenig verloren, aber auch nicht gewonnen.

00:14:57: Und so ist man in diesen Schlamassel reingeraten.

00:15:00: und dann kam dieser Drei- und zwanzigste März, sechsundneunzig Null zu Null gegen Werder Bremen, Chancenfeld des Acht zu Fünf.

00:15:10: direkt nach dem Spiel hat der FC K bekannt gegeben in der Pressekonferenz an einem Tiefpräsident und Trainer das Friedlrausch entlassen ist.

00:15:19: Der Norbert Zienes weinte.

00:15:21: Wir haben gesagt, er hat nicht geweint aus Mitleid mit Friedl raus sondern weil ihm eingefallen ist dass er dem ein zweijahres Vertrag gegeben hat.

00:15:27: Das heißt das war eine gute Million Demarkt die da über den Tisch gegangen ist.

00:15:32: ja dann kam Eckhard Krau zu und keiner wusste so genau warum.

00:15:36: der gab bei Union Berlin in der dritten Liga tätig für den wurde Ablösesumme bezahlt und dann kann Eckard gleiches also im Prinzip gleiche Jahrgangsstufe Und seine Bilanz war im blieben elf Spiele.

00:15:55: Davon gab es dann drei Siege, sechs Unentschieden und drei Nierlagen.

00:16:00: Es hat nicht gereicht.

00:16:01: Irgendwann war klar, dass das in die falsche Richtung läuft?

00:16:04: Wir haben bei der Rheimfahrtsamt relativ früh gemerkt.

00:16:07: Haben aber die zehn schwersten Fehler aufgelistet und uns damit mit in die Pflicht genommen weil wir zu lange, zu schonend mit Friedl raus waren.

00:16:15: Und zwar war das einfach so.

00:16:17: er war ein super guter Gesprächspartner, sehr offen und ehrlich.

00:16:21: Und es ist viel richtig schwer zu schreiben.

00:16:27: Man sollte ihn entlassen oder freistellen um anderen Impuls zu setzen.

00:16:33: Das war der Fehler, der mediale Fehler.

00:16:37: Insgesamt muss man sagen diese Nicht-Präsenz von Rainer Geier, die an diesem berühmten März auch freigestellt worden ist als sportlicher.

00:16:46: Weiteres Ein großer Auftritt des Kapitäns Brehme, der sagte wenn Friedl rausgehen muss dann muss auch der, der das verbrochen hat hier muss auch Geil gehen.

00:16:55: Dem hat man die Kaderschwäche angelastet dass er einfach an den entscheidenden Schwachstellen nichts wirklich gerichtet hat.

00:17:01: und diesen Winter Transfer mit Arielsson war dann der totale Flop.

00:17:06: Der Spieler technisch wie gesagt überragend aber nicht integrierbar.

00:17:10: Der wusste gar nicht, auch wie so eine Mannschaftsbesprechung funktioniert mit Messer und Gabel.

00:17:15: Das hat man ihm dann aufgezeichnet was das ist im Trainingslager.

00:17:18: Es war alles schwierig.

00:17:19: und ja das war der Norbert Tienes, der Präsident schwer erkrankt, der Manager mit persönlichen Problemen behaftet, der Trainer isoliert alleine.

00:17:32: Ja, der FC KW irgendwie führungslos auf allen

00:17:34: Ebenen.".

00:17:37: Bei uns in der Redaktion bei der Rheinpfalz da hängt ein Bild Das zeigt eben Thomas Heng.

00:17:43: Am achtzehnten Mai, nineteen-seixundneunzig in Leverkusen das war es letztes Spiel des der FCK bekanntlich hatte.

00:17:49: Heng kniet auf dem Rasen hat den Kopf vor sich regelrecht im Boden und zwischen seinen Händen vergraben.

00:17:54: Ein Spiel der FCK geht in Führung durch Kuka.

00:17:57: Kuka hat die Chance uns das zweite dritte Tor zu machen.

00:17:59: man sagt so schön muss er machen.

00:18:01: macht er aber nicht dann wird ein Leverkusener Spieler verletzt.

00:18:06: Stand eins zu null.

00:18:07: Miroslav Katlec, fair play, spielt den Ball ins Aus damit der Leverkusener Spieler behandelt werden kann.

00:18:13: Normalerweise Fair Play heißt der Ball wird zurückgespielt ist nicht geschehen.

00:18:16: Leverkusen haut dem Ball nach vorne Der FC Geis völlig überrumpelt und Markus Münst.

00:18:22: man sagt so schön er schießt nie ein Tor haut das Ding aus mit dann unter den Balken eins eins.

00:18:29: Kuka hat nochmal die Chance, das Spiel zu entscheiden.

00:18:32: Der FCK hätte gewinnen müssen um drin zu bleiben.

00:18:35: Leverkusen reiche dieser Punkt so ist es ausgegangen Grauenhaft, weil es natürlich mega unsportlich war.

00:18:42: Die Charakterstärke von Miroslav Katlec ... Ja das war ganz brutal!

00:18:47: Weil es gegen jeden Anstand war aber der Spiel war verloren.

00:18:51: viele Leute haben gesagt wie kann man den Ball ausspielen?

00:18:54: und so ja Es ist eigentlich anständig gewesen von Miro Katlecs.

00:18:58: Und ein brutales Ende dieses Spieles.

00:19:01: und ja es folgte dann auch noch die Fußball-Europameisterschaft wo zwei FC K-Spieler in der tschechischen Mannschaft im Finale gegen Deutschland spielten, Miro Kradlecz und Pavel Kuka.

00:19:14: Man muss aber auch dazu sagen es ist regular per Heirgel nicht vorgeschrieben dass der Ball nach diesem obligatorischen Einwurf da passiert werden wenn halt eben weil aufgrund einer Verletzung ins Ausgespielt wird.

00:19:24: Es ist nicht vorgeschrieben, dass er zu der Mannschaft gespielt wird, die den einfach verursacht.

00:19:29: Aber es ist so ein Gentleman's Agreement.

00:19:31: Das ist ein ungeschriebenes Gesetz und hat sich sozusagen über hundert Jahre eingespielt.

00:19:39: Natürlich war das in den Regeln entsprechend klar aber es war halt wie Miro Katlich sagte man hat kein Charakter.

00:19:47: Das war eine pure Enttäuschung, weil wir total überzeugt waren auch das Spiel zu gewinnen und wir auch total dominant waren in der ersten Hälfte.

00:19:55: Und wie ich gesagt habe, dass zwei Null eigentlich machen mussten ja und je länger es dann Richtung Spielende geht, je enger wird das dann.

00:20:04: und da ist ein Tor, das kann alles ändern.

00:20:06: und das war es dann auch kurz vor Schluss.

00:20:09: und diese Enttäuschung, das ist halt schwer zu greifen.

00:20:13: Es kann jeder Sportler nachvollziehen, Ja, von riesen Zielen die er dann nicht erreicht hat.

00:20:20: Dann diese Enttäuschung das zu spüren und in dieser Dimension war schon prägend!

00:20:27: Wie lange hält so was an?

00:20:29: Schwer zu sagen es kann man nicht in Tagen oder Stunden oder Wochen.

00:20:33: Das ist einfach eine Enttauschung die bleibt weil du ja ein Ziel nicht erreicht hast dass du eigentlich für dich greifbar war.

00:20:44: Jetzt kann man sagen, verdient und verdient gewesen wäre.

00:20:46: Das ist schwer zu

00:20:47: greifen.".

00:20:48: Übrigens mit Eintracht Frankfurt erhalte in gleichem Jahr noch ein weiteres Bundesliga-Urgestein dieses Schicksal.

00:20:54: In den letzten Jahren erwischte es dann auch den ersten FC Köln.

00:20:58: Zu Jahrzehnten stieg der Hamburger SV als letzter Bundesligadino ab.

00:21:02: Wie ist das wenn so ein Traditionsverein wie der FCK das erste Mal in seiner Historie absteigt?

00:21:09: Wir haben Martin Wagner gefragt….

00:21:13: Grausam tut weh.

00:21:15: Das tut wehh, das Herz blutet und man fühlt sich in dem Moment wirklich wie ein Fassager.

00:21:26: Man hat aber letztendlich so habe ich es gelernt in meinem Leben.

00:21:31: Nichts ist im Leben so schlecht dass es für was anderes gut ist.

00:21:35: Fußball hat mich eines gelernt und das heißt schnell umschalten ... um es negativ und kein Positiv werden.

00:21:41: Man muss nur die Energie richtig

00:21:42: einsetzen.".

00:21:43: Als wir damals abgestiegen sind, war das natürlich nicht nur für uns Spieler... ...für den Verein sondern auch eine ganze Region.

00:21:49: Das war eigentlich der Todestoß.

00:21:53: Und selbst Fritz Waller hat ja damals auch gesagt,... ..."Wir steigen nie wieder auf".

00:21:58: Hat er im Fernsehinterview gesagt.

00:22:00: Und genau der kam nach dem, weil ich habe ihm... Leverkusen im Entscheidungsspiel nicht gespielt, weil ich die Zehnte gelbe Katte bekommen hatte und musste dazuschauen.

00:22:12: Man kann sich ja vorstellen, dass ich da draußen mehr gelitten habe und gestorben bin als die Spiele auf dem Platz.

00:22:18: Weil wenn du nicht helfen kannst, deine Leistung oder deine Aktionen bringen kannst um mitzuelven und dich dagegenzustämmen ... Du bist wehrlos!

00:22:29: Und so hab' ich mich dann auch in meine oder in unsere Fans versetzt, die waren wehrlos.

00:22:34: Sie haben uns unterstützt, sie haben alles gegeben was sie konnten aber letztendlich sie konnten nicht eingreifen weil wir auf dem Platz nicht so umgesetzt haben wie sie hätte umgesetzt werden müssen um das zu verändern.

00:22:46: und er kam dann nach dem Spiel es war ja in der Woche Formbokal ins Spiel, kam der Fritz zu mir und hat mich gefragt was ich denn mache und werde nach dem Abstieg.

00:23:00: Und dann habe ich zu ihm gesagt, du bist der Erste.

00:23:03: Dem ist jetzt sage und behalte es für dich!

00:23:07: Ich bleibe.

00:23:08: Egal wer kommt oder wer

00:23:11: geht.".

00:23:13: Das war die Woche vor dem Pokale ins Spiel.

00:23:15: Es war ja auch für uns.

00:23:17: am Samstag war das Spiel in Leverkusen.

00:23:19: Am Sonntag hatten wir Training in Lautern und wir waren in der Kabine.

00:23:25: Wir haben uns echt überlegt was passiert wenn wir rauskommen?

00:23:30: wie die Leute reagieren, wir reagieren sie auf uns und natürlich mit dem Background dass wir noch das Pokal ins Spiel im Rücken hatten.

00:23:39: aber es war ein mulmiges Gefühl was wir in der Kabine hatten.

00:23:42: Wir sind dann raus und da waren glaube zwei drei tausend Menschen da, die haben uns gefeiert.

00:23:50: Und haben gesagt jetzt erst recht... Das war ja dieser Spruch letztendlich einmal, der in dem Jahr dann auch plagatiert worden

00:23:57: ist.

00:24:01: Überrascht eigentlich auf der einen Seite, auf der anderen Seite wer den Fels erkennt.

00:24:07: Letztendlich ist es mal wie er tickt.

00:24:10: da konnte man eigentlich auch gar nichts anderes erwarten dass sie im Endeffekt uns unterstützen als sie wussten Sie sind auf uns angewiesen und wir wussten das wäre was gut zu machen.

00:24:23: also war's am endeffekt wurde die beide energie seite wurden zusammengefügt Es wurde vereint.

00:24:32: und wenn wir schon dann mit mir kommen ja gleich zum Pokal Endschwill, da gibt es auch eine schöne Geschichte.

00:24:39: Dann versteht man auch dass es im Fußball und im Leben manchmal nur um nur Oßen geht und Kleinigkeiten die etwas verändern und die letztendlich das negative ins positive umswitschen lassen.

00:24:49: Es hat ja keiner verstanden worum ihr abgestiegen sind weil A war genügend Potenzial in der Mannschaft um das zu verhindern und B letztendling sagen mal wer hätte in der Zeit Wirklich gedacht, dass der FCK absteigen kann.

00:25:02: Doch kein Mensch!

00:25:03: Da hätte auch niemand drauf gesetzt – wir waren ja die Ersten, die das geschafft haben da abzusteigen mit dem Umzugehen.

00:25:11: Ich denke mal, dass das viele ... ... im Schockzustand waren in dem Moment, weil du konntest nicht glauben.

00:25:18: Du hast auf die Tabelle geschaut und ich sag mal... ...die Realität setzt ja dann relativ schnell eins wahr aber du willst es nicht wahrhaben.

00:25:26: Anstatt nach Dortmund oder letztendlich sage ich mal keine Ahnung noch Schalke fährste halt nach Gütersloh?

00:25:32: Oder du fährst nach Oldenburg.

00:25:33: damit musst du dich dann erst einmal auch mental auseinandersetzen.

00:25:36: das war für uns schon schwierig.

00:25:40: Ich wollte mich dann auch gar nicht in die Gedanken der Fans da reinversetzen, weil es ist immer einfacher wenn du etwas reparieren kannst als wenn du darauf angewiesen bist das andere tun.

00:25:52: Das ist so wie beim Autofahren.

00:25:54: Wenn du am Lenkrad sitzt, dann kannst du letztendlich sagen mal Gaspedal betätigen, die Bremse auch auch und das Lenkrat hast du in der Hand.

00:26:00: aber wenn du als Beifahrer bist sind die Möglichkeiten geringer.

00:26:04: und so haben wir uns oder ich mich dann halt auch mit dem Thema beschäftigt.

00:26:07: aber es war ein Urknall Wie eine Schockstarke.

00:26:13: Wo ich sage, wow!

00:26:17: Schön dass wir das geschafft haben.

00:26:19: Schöne Scheiße.

00:26:20: Also was eher ruhig in der Kabinennahme warmpfiff?

00:26:22: Ja es war halt das Ganze hervorstellen und wenn du halt Männer weinen siehst dann bedeutet's nie was Gutes.

00:26:29: nur sag' ich immer ja weinen darf man schon.

00:26:35: nur.

00:26:35: letztendlich ist es glaube ich wichtig dass die Drehen schnell getrocknet werden und auch die in positive Energie umgesetzt werden, weil ... In dem Moment hatten wir natürlich noch ... Deswegen war das für uns nicht ganz so ... Du warst nicht ganz im Thema drin.

00:26:52: Weil du hattest ein Wochen später noch einen Pokal ins Spiel.

00:26:55: Du hast eigentlich nur ein Highlight vor der Brust.

00:26:59: Und hast aber das Schlimmste ... Eigentlich gerade erlebt was dir passieren kann als Fußballer.

00:27:06: Also von dem her war es natürlich ... Du hast eine Reise ins Umgewisse und in die Ohnmacht.

00:27:14: Aber wir mussten ja wieder relativ schnell den Schalter

00:27:16: umlegen.".

00:27:18: Ja, das Pokalfinale in Berlin!

00:27:21: Gegner war damals der Karlsruher SC.

00:27:23: Bis heute hat ein Lokalrevalle des FCK – die Derbys sind nach wie vor heiß umkämpft.

00:27:29: Ausgerechnet zu diesem Club ist dann Thomas Hengen, nachdem er es so auf Nr.

00:27:32: ninety sechsundneunzig gewechselt.

00:27:34: In Berlin konnte der FCK den bis heute vorletzten Titel seiner Geschichte gewinnen.

00:27:39: Das ist ein Thema für die nächste Folge.

00:28:01: Die nächste Folge dieser Miniserie hört ihr kommende Woche!

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